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Lesen Lesen als kleines Eintreten in fremde Welt(en). Lesen als das Vorher, vor der Welt der Bilder (der "realen" Welt). So sagt ein Bild nicht mehr als 1000 Worte, es sagt gar nichts, und beim kommunizieren -wenn Bild nicht mehr zur Hand- bedarf es der Sprechsprache, und fixierend, der Schriftsprache! Information mittels Schrift: Harmloses, unerkanntes, verstecktes Herumstöbern in Sprach-Wirklichkeiten; soweit die Klippe des Lernens von Buchstaben überwunden: Unerschöpfliche Weite eröffnet sich: Es wird Leben gelebt durch die Erzählung davon. Für mich bemerkt: Lesen als Aufnehmen allen Mistes der aufgeschrieben, abgeschrieben wurde. Nun plötzlich ist der eReader da, als Konkurrent des Buches (in der Bibliothek). Ist da etwas wie bei Gutenberg gelungen? Ist der Reader nicht schon längst im Gebrauch, wenn man am PC einen Text liest? Oder ist der Reader das Platz machende, Übersichten, Zugriffe schaffende? Und wie ist das in einer Bibliothek? Es ist beschwerlicher, aber man atmet den Duft der Bücher ein, hält sie, sie sind gewichtig und voll unseres Schicksals, einst als wir sie gelesen haben, wie wirkten sie auf uns und wir in sie. Der eReader, mal von der recht schlechten Textdarstellung abgesehen, gibt uns Übersicht und Zugriff: Wir sind letztlich hier der Oberbibliothekar und blättern so nebenbei viele Texte auf. Sonst hat sich nicht viel geändert. Das Wort ist unser und nun noch leichter und eingängiger. OK! //07-2011// Weiter vom Buch-Antiquariat
![]() ![]() Vor paar Tagen in Wien, im 6.Bezirk, auf der Gumpendorferstrasse, vor einem Buch-Antiquariat. Auf dem Türschild stand "Komme gleich". Wichtiger noch: Innen aufs Schaufenster geklebt ein Hinweis, dass die Bücher preiswert seien und in großen Mengen abgegeben werden sollen wegen Aufgabe des Geschäftes. Nun was sind alte Bücher wert, wenn sie großteils im Netz eingescannt sind? Es ist das in der Hand haben und der eigene Besitz der nicht im Netz geteilt werden muss, und es ist der Geruch und auch das wie kindische Bemühen des Verlags und der Mitarbeiter damals, das Buch zu produzieren: Es war wie jungfräulich, wie eine folgende Geburt: Das Buch kam auf die Welt und hoffentlich wurde es vom Lesermarkt gut aufgenommen. Was habe ich gesehen: Gesammelte Werke HESSE (oder nur einen Teil, Hesse war ja so produktiv), dann Alfred Kerr mit jeder Menge an Büchern, auch "gesammelt". Nun ich dachte an Karl Kraus.. Dann Klopstock. Das hat mich interessiert, gerade weil man ihn im projekt.gutenberg.de lesen kann. Mehr konnte ich in der Tiefe des Schaufensters nicht erkennen, war aber interessiert das ganze Lager zu sehen. Wir gingen in ein Café und danach zum Laden zurück. Aber da war er schon geschlossen. Daher habe ich mir vorgenommen demnächst wieder in Wien zu sein und in das Geschäft zu gehen und wenn der Eigner es erlaubt, Fotos zu machen, die stelle ich dann hier rein, vielleicht findet sich jemand und geht dort hin einkaufen. Ich werde es jedenfalls tun, meine Gier und die Vorfreude auf das Eigentum ist erwacht und da. //03-2010// Hinweis: In [projekt.gutenberg.de] nun seit 01.01.2010 Freud online, mit seinen wichtigsten Werken! //02-2010// ![]() Was ist das? Texte der Grafen August von Platen und ich bringe sie hier, nicht weil sie so gut sind, sondern weil mir im Moment nur zwei Bände seiner Gesammelten Werke vorliegen und mir durch Umzug die fehlenden drei Bände erstmal abhanden gekommen sind. Nicht nur dass der vom Schicksal arg gebeutelte Autor und Dichter ein armseliges Leben führen musste, wird sein Werk von den Usern offensichtlich missachtet und verlegt. Immerhin ist mir bei der Menge der Bücher die ich einräumen musste, sofort aufgefallen dass er nicht komplett ist. //02-2010// Neuerwerbungen: Else Lasker-Schüler Sämtliche Gedichte in einem Band und Thomas Bernhard Der Untergeher. Der Prinz von Theben, das ist eine eigene Geschichte die mir viel Freude und auch Kummer (wegen ihres erbärmlichen Lebens) bringen wird, die 9,30 Euro für Bernhard hätte ich doch lieber spenden sollen. Ich kaufte das Buch weil ich naiverweise annahm etwas über Glenn Gould zu erfahren. Aber das hier ist sowas wie ein Roman, ausgeführt in mäanderhafter Diktion, vom Hundertsten ins Tausende kommend oder auch umgekehrt. Was den großen Handke von Bernhard unterscheidet ist die völlige Auflösung der Lust zum Manierismus: Wenn Handke heute textet, so steht die Welt still und er spricht über sie durch sich selbst. Und: Erschrecken Sie nicht wenn ich einen Schriftsteller anführe der Millionen Leser gefesselt hatte und auch heute vereinzelt beachtet, insgeheim viel gelesen und bedacht wird (nicht nur mit gesammelten Werken auf DVD, bei g* hat er über 20 Millionen Einträge), es ist Karl May. //01-2010// Vor dem Bücherregal (6) Vielleicht zum vorletzten Mal räume ich meine Bücher um (wegen Veränderung Stadtwohnung). Da ich die Bücher nie ordne, greife ich einfach mal eine Handspanne Bücher raus und wäre ich ein Savant so hätte ich was zum Bedenken. H.A. und E.Frenzel: Daten Deutscher Dichtung Chronologischer Abriss der deutschen Literatur- Geschichte. Band II Vom Biedermeier bis zu Gegenwart (dtv-Verlag). Gekauft 1971. Buch sieht wie neu aus. Offensichtlich ungelesen. Nehmen wir eine Seite, 111: Ah, der Band II ist durchnummeriert von Band I her, also 349+111, Seite 460: Naturalismus "...Bismarck zunächst durch das Sozialistengesetz zu begegnen, das 1890 unter dem Druck der politischen Arbeiterbewegung fallengelassen wurde." H.A. und E.Frenzel: Daten Deutscher Dichtung Chronologischer Abriss der deutschen Literatur- Geschichte. Band I Von den Anfängen bis zur Romantik (dtv-Verlag). Gekauft 1971. Auch wie neu. Also: Seite 111: 1571-1580 "1576 Johann Fischart (Biogr. S.90) Das glückhaft Schiff von Zürich Episches Gedicht über die Fahrt der Zürcher Bürger, die, um ihre Hilfsbereitschaft zu zeigen, in einem Tage von Zürich nach Straßburg ruderten und einen in Zürich gekochten Hirsebrei dort noch warm überreichten." Arno Schmidt: Nachrichten aus dem Leben eines Lords. 6 Nachtprogramme, (Fischer Verlag). Gekauft 1975 (Schmidt musste sich mit Radioprogrammen sein kärgliches Brot verdienen; erst gegen Ende kam der großartige Jan Philipp Reemtsma und gab und half und zollte diesem Berserker- haften Gelehrten und Schriftsteller den gebührenden Respekt). Seite 111: "...weiß zu berichten, daß, wenn das Tischgespräch angeregt wurde, die Argumente und Apercus durcheinanderfliegen: Thackeray, Carlyle, Maclise, Gladstone, Collins und Hogarth; und auch Dickens aufflammte, in Replik und Duplik--: dann fing die Hand des Mannes an, auf dem Tischtuch klein-krause Schnörkel zu ziehen, als hielte sie einen Bleistift, immer rasender, immer exakter: er stenografierte zeitlebens mit, ein dazu-Verurteilter, bis an sein Ende!" Denis Diderot: Enzyklopädie Philosophische und politische Texte aus der Encyclopédie (dtv-Verlag). Gekauft 1971. Sieht auch wie ungelesen aus (nun ich gehe mit meinen Büchern sehr pfleglich um, da gibt es kein Knacken im Bund weil es "richtig" aufgeschlagen wird, sondern ich passe mich der frei- willigen Öffnung des Buches an). Seite 111: "... Dionysios von Halikarnass richteten, würden sie dann alle diese Sprache genauso sprechen, wie die alten Griechen sie gesprochen haben? Auf diese Frage antwortete ich mit einer kleinen Geschichte, die man wohl nicht ablehnen kann, so seltsam sie in unserem Land auch erscheinen mag:" Hermann Broch Briefe Dritter Band (suhrkamp-Verlag). Gekauft 1998. Darin habe ich gelesen. Kennen Sie Broch? Kennen Sie Der Tod des Vergil? Seite 111: "...daß er sie politisch ausnützen kann, ganz zulässig ist. Eben weil es mein Weg gewesen ist, frage ich nach seiner Zulässigkeit. Jedenfalls hoffe ich, daß trotz dieses unzulässigen Weges mein politisches Buch Gehör finden wird (-das ist mein einziger "äusserer" Ehrgeiz-), und ich wollte, ich könnte es Ihnen schon schicken. [...]" //12-2009// Vor dem Bücherregal (5) Miguel de Cervantes Saavedra Geboren am 29.09.1547 in Alcalá de Henares, gestorben am 23.04.1616 in Madrid. El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha (Don Quijote, erstes Buch) und Segunda parte del ingenioso caballero Don Quixote de la Mancha (Don Quijote, zweites Buch), das sind wichtige zwei Bücher, eingereiht in den ewigen Schatz (= so lange die Welt bestehen wird). [Schnell zum Hereinschauen in Gutenberg.de] Ideal wäre die Übertragung von Ludwig Tieck. Ich habe sie vor mir liegen als Taschenbuch: Goldmanns Gelben Taschenbüchern. Mein Eintrag: ´ca 1961 in Wien´, wohl eher Ende der 50er Jahre. Da ich mich gut erinnern kann dieses Buch im Augarten (Park) gelesen zu haben, wird wohl letztere Zeitangabe richtig sein. Aber das ist nur für mich wichtig und meiner Einschätzung von mir selbst als junger Mann. Das Buch handelt von einem kleinadeligen Ritter, der durch zuvieles Lesen der Ritterromane und weiter- führender Literatur, den Verstand verliert und nun beschliesst in die Welt zu gehen, sie zu retten; an seiner Seite sein Knecht / Knappe Sancho Pansa, der die pragmatische Vernunft verkörpert. Der Roman soll lustig sein, da Don Quijote in seinem Wahn alles verwechselt, Menschen der Unterschicht erhebt, Tiere veredelt, Lieben tut auf höchstem Niveau für nichts, Kämpfen will gegen Ungeheuer die nur er sieht, Kämpfen will für das Gute, das Hohe, das Edle; kurz: Kämpfen für den Sinn des Lebens will er und versucht es. Das Buch kam mir nie lustig vor, trotz einiger absurd komischer Vorkommnisse. Was so entsetzlich traurig macht ist das tragische und vergebliche Bemühen des Don Quijote seiner ihm erklärten Bestimmung zu leben. Er scheitert und nichtmal großartig, sondern er scheitert wie ein armseliger Wicht, ein armseliges Menschenkind. Und kein Gott des Trostes in seiner Nähe! //10-2009// Vor dem Bücherregal (4) Ich habe das Markusbuch von Gianfranco Ravasi gefunden! Vielleicht weil ich ein neues Regal aufstellte und plötzlich erkenne ich das Buch, es war quer gelegt über zwei andere. Der Abend war gerettet, denn ein Hineinlesen in den kargen Markus (von dem bekanntlich die Großevangelisten Mat. und Luk. erheblich Passagen übernommen haben) ist wie ein erhellender Gewinn: Lapidar und trocken wird die furchtbare Geschichte von einem Wanderprediger erzählt, der offensichtlich eine Welt motivieren konnte. Beim Ur- Markus wird die Auferstehung nicht beschrieben: Ende des Evglms. ist Kap 16,8, doch Luther übernahm die 12 zusätzlichen Verse ab Vers 8. Hier nun der letzten Verse aus der Urfassung (Quelle: Projekt Gutenberg.de): 5. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Kleid an; und sie entsetzten sich. 6. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten! 7. Gehet aber hin und sagt's seinen Jüngern und Petrus, daß er vor euch hingehen wird nach Galiläa, da werdet ihr ihn sehen, wie er gesagt hat. 8. Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen angekommen. Und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich. //07-2009// Der Großschriftsteller Thomas Mann ("Groß" kann man ohne Ironie sagen, er war es typisch in seinem Anspruch, in seinem Werk und in seiner Wirkung) wird heute nicht mehr so rasend gelesen; trotzdem ist er Weltliteratur und Zierde der Deutschen Kultur. Vor dem Bücherregal (3) Gianfranco Ravasi, ein bedeutender italienischer Exeget, geb. 18.10.42 in der Lombardei, "Kulturminister" des Vatikans, > 90T. Einträge im Net. Aber ich habe seine Buch über das Johannesevangelium in der Hand. Eine erste "Hinführung" nennt er das (aus dem Italienischen von Stefan Liesenfeld). Er hat auch in die Synoptiker eingeführt und sie erklärt. Hatte noch seinen Markus. Zu meinem Kummer finde ich das Buch derzeit nicht. Ich werde es nicht nochmal kaufen, das ist wie ein Verrat. Ich muss es finden! Zurück zum Johannes: Wie delikat und liebevoll führt er ein in das wichtigste Evangelium. Wie er schreibt über den königlichen Beamten, einen Heiden, der Ihn um Hilfe bittet (Joh 4,46ff). Ein Beamter der einfach glaubt obwohl kein gläubiger Jude, liefert er sich Jesus (dem zukünftigen "Feind" der Staatsmacht) aus, bittet um Hilfe für sein krankes Kind. Ravasi beschreibt ihn als den unbedingt Glaubenden, der offensichtlich aus dem Nichts heraus in das frohe Wunder des Glaubens hineingelebt worden ist. Ravasi beschreibt das nobel und ruhig; dieses Buch gibt Trost auch dem der nicht glauben kann aber glauben möchte. //06-2009// Vor dem Bücherregal (2) Strindberg August, schwedischen Schriftsteller, geb. 22. Jan. 1849 zu Stockholm, 1875-82 an der königl. Bibliothek das., lebte seitdem meist im Auslande, seit 1899 wieder in Stockholm; bekannt bes. durch das Reformationsdrama »Meister Olaf« (1872), realistische Romane (»Röda Rummet«, 1879; »Giftas«, 1884) und Dramen (»Faderen«, 1887; »Fröken Julie« 1888; 8 Königsdramen), fast alle auch deutsch; in neuerer Zeit trefflicher Schilderer der Natur und des Naturlebens (»Scheerenleben«, »An hoher See«), die autobiogr. Schriften »Der Sohn der Dienstmagd« (1868-87) u.a. (c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2007; Originaltext aus dem Jahr 1906. Was habe ich da in der Hand? Ein Erbstück, meine Name steht nicht drin. Das Buch riecht schwer nach altem Papier. Das Buch: Legenden von August Strindberg, E.Pierson´s Verlag Dresden und Leipzig 1899. Einzig autorisierte Übersetzung von Elsbeth Schering und Emil Schering nach der Schwedischen Originalausgabe: Legender af August Strindberg. Ich kenne das Buch nicht. Offen- sichtlich ist es biografisch gemeint. Im Inhalt auf X.Auszug aus meinem Tagebuch. Sollte ich es lesen? Ein ausführlicher Bericht über ihn in <bautz.de/bbkl/s/s4/strindberg_j_a.shtml>. Habe nur ein Bild mit wallendem weissen Haar von ihm, auch soll er seine Ehen dramatisiert (?) haben. //12-2008// Vor dem Bücherregal (1) links das erste Buch: Robert Neumann, Die Parodien, Lizenzausgabe für die Mitglieder des Deutschen Bücherbundes. Erscheinungsjahr unbekannt, mein Eintrag: 20.April 1972. Persönliche Erinnerung: Sah einmal Neumann oben in die Berggasse eilig hineingehen, erinnerte mich dabei dass Freud täglich im Höchstschritttempo um die Berggasse eilte wohl um seinen Kreislauf zu belasten; Neumanns Artikelfolge über kalten und warmen Kitsch (war mir damals nicht bewusst, dass man schlechten Geschmack konstruieren kann), dann Neumanns Versuch eine Art Bestseller zu machen unter dem Autorennamen Mathilde Walewska ("Meine schöne Mama", auch verfilmt); Neumanns ergreifender Text über den plötzlichen Tod seiner Frau aus dritter Ehe... "Die Parodien", ein köstliches, geistreiches Buch! Versammelt sind alle Autoren die Rang und Namen hatten; die besten Parodien scheinen mir über Thomas Mann zu sein; Mann der als wortmächtiger Sprach- künstler auch heute seine Zeit noch hat. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis: ![]() //11-2008// Goethe Wer im Deutschen Sprachraum kommt um Goethe herum! Auch wenn sein Wort dem Kinde zu schwer und geschlossen, später erschliesst sich das Wunder durch die wachsende Altersnaivität! Dieser Autor ist unangreifbar, auch wenn er zurück nach oben zu Luther den Blick richtete (Thomas Mann sah seinen Goethe..). Goethe ist nicht nur der große Dichter, er ist ein Weiser. Heine (Für mich gesagt) Endlich dann an Heine-Prosa, weil der Kauf der alten Bücher möglich ist und Heine so nach begehrenswerten Klassiker ausschaut: wenn schon nicht Goethe (und die ganze Vogelschar) dann eben mit Heine beginnen. Er zeigt die vielen Namen auf, die es zu erleben und Wissen gilt. Lesen / Schreiben als Welterzeugen, geheim, unkontrolliert, einsam? Heine, ein blendend gut aufgelegter Schriftsteller (nicht unbedingt "Dichter" wenn auch sein Ruhm durch seine Lyrik kam). Amüsant und geistreich bietet er sein Material dar. Sicher der herausragende Texter seiner Zeit, nicht klassisch behaftet wie Goethe (bei dem, lt. Handke, kein Wort übersprungen werden sollte), nicht verstaubt und belehrend wie seine Zeitgenossen (ausgenommen Börne); der Anfang von Kraus (der ihn nicht mochte), Tucho, Polgar, Kerr, auch Kuh und Torberg! und Weigel und Kästner! Bibel Selbstverständlich gehört das ´Buch der Bücher´ (in der christlichen Kultur) zum Leseschatz. Auch ohne Gotterkenntnis gibt es Passagen die sehr lesenswert sind und weiterhelfen können. Das Buch Der Prediger Salomonis birgt eine große Überraschung: Es ist völlig anders als die (insgesamt) aufbruchbereite und wie frohgemute Stimmung der Bibel, es ist fast unerträglich weil wie ohne Glauben. Freud Nicht nur weil ein Jubiläum anliegt wird seine Arbeit zu den wesentlichen Leistungen der Kultur- geschichte zählen, sondern auch weil Freud als Sprachkünstler die Deutsche Sprache weiter voran getrieben hat! Arno Schmidt Der berserkerhafte Literat und Aufklärer ragt einsam in die Bücherlandschaft und wird noch heute mit großer Leidenschaft diskutiert. 06-2000//08-2006//05-2007//09-2008//11-2008// |