!Zuvor!
Das Johannes-Evangelium, ein geisterfüllter Text!
Jedoch was ist das Evangelium ohne die Gottesmacht des Einzigen? Ein schwärmerischer
Bericht über einen schulgebildeten, vermutlich unverheirateten Wanderprediger aus der
Provinz, aus Nazareth in Galiläa, Sohn eines (wohl schon verstorbenen) Zimmermanns,
Bauhandwerkers. Der Text also, nur Hoffnung, nur Schriftstellerei über ein Thema, das
ausserhalb der Welt der Menschen angesiedelt ist (dort wo das Wiedersehen mit Ihm und
das Ewige Leben sein werden?).
Und wenn die Welt wohl (leicht dahin gesagt) wie göttlich geordnet ist und das wie Göttliche
das Ganze und die Ordnung ist, also keine Überperson (noch (Vater)Gott!) sein kann oder
muss, obwohl wir uns flehentlich Menschenform wünschen. Und wenn der (für uns wohl)
notwendig personelle Gott sich (nur?) im Menschen zeigt als Eigen-Werk des Menschen,
also (nur?) Konstrukt des Verstands ist (nur Gehirnfunktion!): IST Gott ansich oder IST Gott
nicht
weil nur Vorstellung?
Wird es uns möglich sein die (aussermenschliche) Wirklichkeit des (Vater?)Gottes zu
ergründen oder sind nur Vereinbarungen, Formen, Düfte, das Zwingende unseres Elends
des Hierseins
, das in unser (ver)wunderbares Gehirn hineingetrieben wird wie ein drängender
Nagel? Nur weil wir müssen, muss das zu Erstrebende nicht IN der Menschen-Welt sein!
Aber es kann WIE in der Welt sein, also nirgendwo und wir suchen in uns INNEN das
AUSSEN! Und wir kämpfen um das OBEN, ohne Legitimierung, für nichts, nur Lebenszeit
recht hoffnungsvoll verbrauchend, auch nutzend. Denn was IST diese Welt (hier der
Christen wohlgemerkt), wenn Gott nicht menschennah sein kann, wenn ´Sohn´ Jesus nur
ein Erleuchteter war und nur Seine Wahlverwandtschaft mit dem Schöpfervater
berichtenswert?
Brutal gesagt: Dieser gute Jude, dieser Mann Jesus, zweifelt nicht an seiner Sohnschaft.
Tatsächlich kann Er mindestens einer (grotesken?) Identifizierung mit Seinem Vatergott
unterworfen gewesen sein, gerade weil Er nicht Gottes Wort war... Und weil Er, dieser
Jesus, aus Sich heraus das Ungeheure der Feindesliebe gebietet (vielleicht ohne
Vollmacht und nur durch unsere Bereitschaft, Ihm zu glauben, legitimiert!), so uns
(wenn wir das nur wollen) schwachen Abglanz Seiner unbeschreiblichen, unvorstellbaren
Liebe ermöglicht, nämlich ohne verwandtschaftlichem Druck einfach Obsorge zu treiben
für Arme und Kranke und Sünder ?, aus (wie) Liebespflicht, aus (wie) Menschenpflicht
heute?
Was ist das Wahrhafte Seiner Sohnesschaft, wenn Er gestorben und trotz leeren Grabes
nicht als Fleisch, nicht als Geist, sondern (nur?) in Gestalt erleuchteter und stigmatisierter
Identitäten, Liebender, auferstanden ist? [Stigmatisierte die sich in Ihm aus übergroßer
Liebe gefunden haben wie später der Heilige Franziskus] Was ist das wenn der Juden
Sohn, der Menschen Sohn, nur Fleisch und Blut und Erleuchtung, Licht war; wenn Er den
Judenchristen (nur) den EINEN Gott der Juden (den Juden!) weitergeben wollte (erfrischend
aus kindlicher ´Sohnes´ Sicht übergeben) und Sich als Mittler, als Sprecher, Sprache, LOGOS
angeboten hat und Er dabei allein war mit uns (und wir mit Ihm (vielleicht auch allein ohne Gott))?
Auch dann und immer! ist alles so wahr und herrlich wie es nur sein kann auf Erden, mit Ihm
den Erwählten, den Mensch der Menschen! [Nebenbei nur so hingesagt: Als Agnostiker muss
gelten tiefer Respekt allen Glaubenden und allen ihren Religionen, speziell den monotheistischen
und hier der durch den Offenbarer herrlich erweiternd ausgeformten Religion der Christen!]

NT-Übersetzung Joh.Evglm. und die Texte der Synoptiker
Autoren, Zeugen
Werdende Christologie
Jesu Dasein, Sohnsein, Hiersein
Inhalte, Auslegungen
Gottsuche, Gotterkenntnis, Glaubensfrage

//06.1996// 07.2005//12.2005//06-2006//01-2009//