Wortsinn.

Buntes Zusammenfassen von Fragen und Antworten die sich Liebhaber und Interessierte des jüdisch-christlichen Kulturraums stellen, auch angesichts der Bibel (bibilia=Bücher), die wir im Christentum ´Heilige Schrift´ nennen und unterteilen in Altes Testament (Hebräische Bibel, Alter Bund, Bund der Juden mit ihrem Gott) und Neues Testament (der vom Erwählten gestiftete Neue Bund mit allen Menschen, die Seinem Liebesgebot folgen). Davor der Grundsatz: Das Werkzeug (Sprache) macht das Werkstück (Textinhalt(e))! Und noch eine kleine Zusatzbemerkung: Nicht wer denkt denkt nur in und mit der Sprache, es gibt viele Denkmöglichkeit ohne Korsett Sprache...

Vorweg eine kleine Vereinbarung:

AUSSEN
Unterstellung, dass das Subjekt (also ICH, WIR) meint in einer Welt zu leben, die sein Körper und ausserhalb seines Körpers ist.

Das GANZE
die vermutete Ausbreitungsgröße von 10cm hoch >30, in der alles enthalten sei, einschließlich jede Vorstellung davon (´die Menge aller Mengen´). Auch NAMEN für 'Alles' (das Ausbreitungsmass ist an sich für das GANZE nicht wichtig...).

INNEN
Unterstellung, dass das Subjekt (also ICH, WIR) meint innerhalb seines Körpers erlebend und erkennend zu sein.

ICHSELBST
Unterstellung, dass das Subjekt (also ICH, WIR) meint ein in sich Abgeschlossenes, Begründetes, Unverwechselbares zu sein/haben, dem SICH die Welt erschliesst "tatsächlich" so wie sie IST (dem Subjekt scheint). Und aufgrund der (dem ICHSELBST scheinenden) Lage "frei", je nach Problemstellung, Entscheidungen fällen und durchführen kann (muss?)..

TEIL
Beliebiges aus/in der Welt im AUSSEN, das mengenmässig bestimmt wird (´auffällig´ ist), sich (uns) physisch darstellt und durch die physiologisch beschränkte, filternde Bedingung des INNEN (also des Subjekts) wie als Gestalt gelöst, bestimmbar wird und wie als gesichert Erkennbares Anschauung, Erfahrung, Begreifung erlangt und zum unterscheidbaren ETWAS (in der Welt) für andere TEILE (auch Subjekte) der Welt wird.

ETWAS
Übersetzung, Festlegung, auch Kreation des INNEN für den TEIL, wobei das ETWAS nur ein (vom Subjekt bestimmtes) Gleichnis des TEILS sein kann, von dem es erregt, erzeugt durch Anschauung des Subjekts wird. Dann wird es in beliebiger oder hier (Sprech/Schrift-)Sprache gruppendynamisch mit anderen Subjekten abgestimmt, reduziert und fixiert mit einen (hier verbalen) Gleichnis, den NAMEN.

NAMEN
In (Sprech/Schrift-)Sprache aufrufbare, einbaubare, lokalisierende Bezeichnung des ETWAS. NAMEN ist Gleichnis für ein namenloses ETWAS das Gleichnis für das (vom Subjekt) zu erkennende TEIL der Welt des AUSSEN ist. Der NAME tritt in Wechselwirkung mit anderen NAMEN, die wie alle NAMEN Platzhalter sind. NAMEN können in vereinbarte Prozesse eintreten und sich neue (über oder untergeordnete) NAMEN geben, die ihre erweiterten FUNKTIONEN beschreiben und so die Herkunft/Ableitung verschleiern, "verlassen".

TATSACHE
Eine Art wahre "Wirklichkeit", sie sei NAMEN einer Menge die aus Zusammenschau, Zusammenfassung abzählbarer Elemente (der) ETWAS vereinbart wurde. Auch wird die ´richtige´ Wahrheit als eine TATSACHE bezeichnet.

Das Wort in der Welt.
Einfache Abschichtung Welt zu Sprache, immer mit dem Wissen, dass nichts wirklich wirklich ist, sondern in Verhältnissen, Schichten, Einschätzungen, Übungen, Konventionen UNS als Wirklichkeit erscheint [Nicht behandelt soll werden, warum nur wir Menschen, über die nonverbale Kommunikation hinaus, zu solch einer riesenhaften, sich fortwährend vermehrenden Sprache gekommen sind].
Was immer mit dem Wort gemeint ist, ist innerhalb einer Welt aus Sprache geborgen, ist wie fingergezeigt und zusammengefasst weisend auf die sogenannte (durch Sprache begründete Sprachen) Wirklichkeit. Wenn das Wort wichtig ist, wird es zur unauflösbaren Qual wegen seines dunklen Herkommens. So fein im Wort das persönliche Wissen von der Welt geborgen ist, so grob und grotesk ist aller Quell der Sprache! Das ist immer so in (Sprach)Zivilisationen und schon früh, im Starten der Ordnung der Welt der Ordnung, wird Zivilisation festgehalten (gemacht!) in der wiedererkennbaren GestikForm des Bildes, der Bildbeschreibung, dann (zum wie erstorbenen Laut des Bildes), die Abarbeitung des Lautbilds, dem Worte. Was immer mit Sprache gemeint ist, ist gefangen in ihrem Mittel des wie aufbewahrenden Weitergebens: Alle Kommunikation muss quasi der Körperlichkeit entspringen: sie ist Mittel des Körpers und entwickelt sich mit dem Festhalten an der Gruppen-Erfahrung. Einst wie geisterhafte Nachspielung der erlebten Welt, dann Niederlegung in eine wie bezaubernd, zauberhafte, bildhafte Aussage und später die Reife und der Übertritt in die Abstraktion [der Abstraktion] des AUSSEN zum Kürzel, Sigel, zum wie Wörtlichen [Dh: wenn das Wort vom folgenden Wort erhellt und gesichert wird].
Das Wort, obwohl heute immer mehr geschwächt durch die aufkommende (wie wohl rückschrittliche) Visualisierung der Welt (der Ordnung), ist immer mehr als das Bild, das mehr als tausend Worte sagen soll. Das Bild bleibt sprechsprachenstumm (weil AUSSEN, wohl auch Material für die Sprechsprache) und birgt die Inhalte der bezeichnenden Worte in sich und IST nicht in der Welt der Wortfunktion und daher nicht übertragbar, daher unbeweglich und (ausser Sichtweite) wie aussagelos! Und so IST das Wort (auch das Geräusch des Worts) das Tor zur vielfältigen Weitergabe in die Gruppe, ist erster Bote, nicht selbst das zu Sendende, sondern die Sendung!
[Und hier, im Religionsthema bleibend, der bei den Juden, Muslimen und anfangs bei den Christen durchdringende Sinn des Bilderverbots vom EINZIGEN Gott muss immer wieder verstanden werden und es gilt NUR das wortgestützte INNEN dieser Welt (in Gott)] Und auch die Sprache der Götter (donnerlärmend stürmisch blitzerfülltes Beben der Erde), sie ist nur unterwerfend verständlich und wird vielsagend körperwiegend und summsingend beschworen. Der erwachende, in die sogenannte Human-Welt hinein lebende Mensch, auferstehend und aufrecht gehend und mit freier Stirn, WIRD mit dem Regelwerk des Worts: seine Wort-Sprache wird weltweisend und tauschbar für Alles, in einem Atemzug! Und die (erfundene und beschwörende) Sprache der Macht im OBEN, die die Menschen immer entsetzt, sie wird verständlicher, geordneter; sie darf aufgenommen, begleitet und leise beantwortet werden.
Und so WURDE sprachgestützt der Gottglaube der Juden, einst aus dem nomadischen Glauben einiger Götter an den EINEN speziellen Gott Israels entwickelt: vernunftbegründet, gescheitschlau mit einem NAMEN fixiert [jhwh, vermutlich EigenNAME zur Kennzeichnung des nun EINZIGEN Gottes (neben anderen!). Bereits ca 300 vC wurde der NAME nicht mehr ausgesprochen, sondern als ´adonaj´ "Herr" gelesen. Die Erweiterung auf geschriebenen Jehowa durch Beimischung des ´adonaj´; die erste Aussprache des HerrenNAMENS mit ´Jehowah´ erst ab 13.Jh nC nachweisbar]. Und des NAMENS behaftet erhob sich der Glaube, immer mehr erwachsend aus dem Mythos, zum Schriftglauben [Der Gottglaube Israels war stabil geworden und scheute nicht des Beweises der Schrift, das heisst: die Entwicklung der Gott-Geschichte, der Gebote und Weissagungen kam (nun zugriffsbereit) zum Stillstand. Die Interpretationen des Materials erfolgte später mit dem Talmud].
Kein Volk vorher hatte eine religiöse Identität dieser Qualität! Und Kollektivverstand genug, sie mit erleuchtetem Schrifttum zu fixieren! Seit hier das Wort buchstäblich und wie erstarrt Geltung gewonnen hat, war um ihn kein freier Weg mehr -des Gedenkens an Gott- zu gehen. Das Wort reinigte, verdichtete sich zum Gesetz, zur ´Tora´, und um wie den eigenen Höhepunkt -die Propheten- zu überwinden und zu ebnen, beginnt in der zivilisatorischen Fortschreibung die ´Tora´ erstickend zu lasten auf die Juden.
Jesus, Selbst der Überbringer des Worts, der LOGOS Selbst!, der schriftkundige Erzieher nicht Kriegsherr! der Juden, muss Sich wenden gegen das wie erstarrte Schriftdenken Seines Volks. Er bricht auf die Hülse der NAMEN, die darin geborgene Verbindung zum ETWAS und haucht auf die vertrocknete Schrift-Welt: Und sie wird belebt durch Seine Erfindung! Und Er wird nicht durch die Tat die Welt verändern, auch nicht durch Sein entsetzliches Sterben, sondern durch Sein Wort, das Er dem bestehenden Wort zur Seite setzt, damit die Tiefe des Wissen vom Leben in EINEM Gott, immer wieder erkannt und weiter genutzt werden kann!
Sein Volk, Seine Juden, die nicht Seinen Weg gehen wollen werden bleiben in ihrem Alten Bund und ein furchtbares Schicksal wird sie für tausende Jahre aus ihrer Heimat vertreiben und nur der EINE Gott und die ´Tora´ werden sie begleiten; die Judenchristen, verfemt und verfolgt von (auch von den Juden und) Rom, werden Seines wie sinnlosen Lebens gedenken und Sein Wort wird sie fest machen im Kummer der ORTlosigkeit.
Und obwohl für das mystische Verständnis des Joh.Evglms. nicht notwendig aber vielleicht einige buchstabenverhaftete, wortwörtliche Naivität nehmend, nun eine kurze, grotesk vereinfachte, Abschichtung von der Welt, Verhaftung der Welt in die Sprache in das (wortverpflichtete) Sprechen von der Welt, zum Zwecke, den Blick auf die - durch Sprech-Sprache erzeugte- sogenannte Tatsächlichkeit und Wahrheit der Welt (hier: des Evangeliums, dh, der neuen -entsetzlichen- Auseinandersetzung mit Gott) zu schärfen; sowie Hinweisung auf das nur Sprachgeschöpfte und doch Erleuchtete, das eine offene Seele und aufmerksame Aufnahme fordert. Und weiter der dringliche Verweis auf das Geisterhafte des Worts, auf das Wiederkommen, das Wiederkommende der Welt durch den Aufruf mittels NAMEN!!
Beginnen wir mit einer vereinfachenden Übereinkunft, in der ein fortwährendes WERDEN aus einem sogenannten Vor/Unbewussten zum ICHSELBST, durch Abrufung, Hervorholung, usf, unterstellt wird und akzeptieren ferner die passable Vorstellung von einer unbestimmbar personellen (wohl neuronalen) Verdichtung in uns, die das sogenannte ICH sein soll [Unterstellen wir dreist, dass das ICH eine fortwährend zu errichtende, instabile Grauzone um einen vermutlich physiologisch vorhandenen (weil optimierten!) Ich-Knoten sein soll]. Und seien wir bereit zu akzeptieren, dass alle ´Seele´, ´Vernunft´, ´Gefühl´, usf Bezeichnungen für unterschiedlich erlebte Gehirnfunktionen sind [Trotz voller Hochachtung über erkenntnistheoretische Versuche das Verstandsmass des Menschen zu beschreiben, können wir nichts akzeptieren, das irgend etwas wie ausserhalb der Physiologie des Menschen als menschgedachte Funktion existieren soll; dh nicht, dass nicht alle physiologische Leistung enthalten sein kann in einem Gesamtdesign von Welt (welches ansich nicht ´leben´ muss, um Welt zu sein), weist aber doch auf die körperliche Verursachung und Begrenzung aller Gehirnleistung]. Wir sind ferner (schweren Herzens) bereit, zu verzichten auf die spezialisierende Dualität ´Geist´ und ´Körper´ und falten zusammen das einst Herausgetriebene und dadurch Entwickelte (´Verstand´ oder wie immer der NAMEN sei), mit seinen Herkommen (dem ´Fleisch´,´Mensch´ also). Wir sind hier in diesem Modell daher bereit, von einer (in der Vorstellung) ärmeren Ausstattung unserer Welt auszugehen und so soll einfach und mechanistisch-minimalistisch aufgezeigt werden folgendes Schema:
Wir Menschen sind TEIL der Welt und zur Information über die Welt, über das was wir mit AUSSEN und ganze Welt meinen, kommen wir unstreitig ´wirklich´ (nur?) fünfsinnig. Unsere Vorstellung von der Welt wird erzeugt durch unser lokal-persönliches Er(be)greifen+Erfühlen, Erhören, Erschmecken, Erriechen, Erschauen. Und wir unterstellen (obwohl wir als soziale Wesen unser Wissen fortwährend verallgemeinern), dass die allererste Erkenntnis von der Welt vorerst unsere spezielle, private, eigene [100% richtige] sein muss (manchmal auch bedenkend dass diese auch ähnlich bei den Anderen erzeugt und dafür gehalten werde). Die private Erkenntnis bedarf später der globalen Abstimmung (=Reduktion) mit anderen, um allgemein (brauchbar, "kompatibel") zu werden. Was wir durchgeordnet ´erkennen´ ist sicher innerhalb unseres eigenen ´fleischig´-physiologischen Vorstellungsfähigkeit von der Welt, dh alle uns vermeintliche Ordnung (und deren Modell) ist gefangen im -durch uns determinierten- Prozess des Erkennens unserer Ordnung in der Welt der Ordnung. Was nicht heissen soll, unsere (in der Folge erweiterte und wissenschaftsfähige) Erkenntnis von der Welt sei als zu persönlich, als zu menschlich privat abzuschätzen [Nachweislich ist unser Gehirn für das Erkennen der Welt vorbereitet, s. Gestaltstheorie, auch sog. vorkodierte Apriorismen, was einen gewissen globalen Erkenntnisstandard möglich macht].
Was wir folgern müssen aus unserem Erkennen, ist sympathisch? privat als TEIL-Menge hausgemacht und nie unbedingt für ALLE gültig. Und so sind dann persönliche Erfahrungen, Prägungen wohl tauglich für die Unterfütterung eigener Grundsätze, aber weniger allgemein tauglich [Wieweit das private ´Wissen´ von Gott allgemein ´wahr´ sein kann, sei hier nicht erörtert]. Dass sich die (´exakte´) Wissenschaft vom privaten Erkenntnisprozess gelöst hat, ihn standardisiert und beNAMT hat (früher waren auch die Ziffern NAMEN), und innerhalb ihrer Datenschärfe beliebig exakt sein kann, ist widerspruchsfrei selbstverständlich und beweisbar und hier (in der Welt mit Gott) nicht weiter wichtig, sei jedoch angemerkt. Weiters versuchen wir uns in das anspruchslose Modell einer archaischen Welt der Sprech-Sprach(er)findung zu versetzen und zeigen hier ein sehr vereinfachte Materialfindung für eine beliebigen Sprech-Sprache, in dem wir (vorerst ganz privat, individuell) eine Reihung unterstellen:
1) [AUSSEN ist das was wir um uns meinen (nämlich die sogenannte Welt wie wir sie in uns erkennen), ferner glauben wir IN einer Welt zu leben, in der das AUSSEN das ist, was unsere Bestimmungs-Möglichkeit (das wie ein ICHSELBST sein kann) umgibt]. ...(was uns) das AUSSEN ist, ist die Welt und ist (wie) das GANZE und alle Vorstellung von aller Welt ist in ihr auch enthalten [Auch das Jenseitige aller Welt sei in ihr enthalten, inkl. ALLE Erzeuger dieser Vorstellung..]. und wird wechselseitig unscharf abgegrenzt von ihren TEILEN [Wir vereinfachen großartig indem wir im Makrobereich bleiben, das atomare Wabbern (als eine Art Begrenzung) um/an die sogenannten Dinge, Körper, etc., interessiert uns hier nicht; wir selbst sind für die Anderen TEIL (des GANZEN) und die Anderen sind für uns TEIL (des GANZEN)]. erkannt und wechselseitig (privat-persönlich) bestimmt;
2) das GANZE wird wohl aus TEILEN bestehen, das für (unsere) fünf Sinne (angeboren bzw. funktionssicher) erkennbar, abgrenzbar oder durch Lernen wie TEILbar erscheint;
3) das offensichtliche TEIL der Welt des AUSSEN das herausgelöst werden kann, wird grundsätzlich vom Bestimmer als sein persönliches, privates ETWAS (der Welt) bestimmt, besetzt dadurch (wieder)erkannt und genutzt; [Wir übergehen die unterschiedliche Erkenntnis der Erkennenden, Bestimmenden. Faktum ist, dass der Bestimmer mit seinem Umfeld rechnen muss (ob er will oder nicht); das ihn umfangen hält, ihn (selbst Gestalt!) gestaltet].
4) die Nutzung erfolgt direkt durch Eingreifen und Abarbeiten, in beliebiger Skalierung und Schichtung -je nach (Druck in der) sozialer Stellung, im sozialen Biotop. Ferner indirekt (auch wie unbewusst) durch Verlagern ins INNEN (des Erkenners) in eine Art Bibliothek der Erinnerung, die das (persönliche) AUSSEN -weil physiologisch bestimmt- (fünfsinnig) geordnet darstellt/spiegelt: INNEN soll das sein, was wir mit Selbstwissen von uns meinen und Platz für allen Input hat, wobei wir vom INNEN meinen, dass es sich dauernd im dialektischen Dialog mit seinem AUSSEN befindet und (durch ´Erfahrung´) verändert wird.
5) diese Bibliothek bleibt mit der Körperhaftigkeit der ETWAS verbunden durch vorbewusste Sortierung und gilt dem Individuum (=Subjekt) als (vorgestellte, vorstellbare) Wirklichkeit der Welt [In den Sprachlehren vorkommende Unterscheidung von Abstraktum und Konkretum behandelt Tatbestände der Sprache die (wie alle Sprache) immer abstrakt sind; eher kann von Stufen, Schichten der Abstraktion (oder Vorstellungen von Beziehungen in der Welt) gesprochen werden]. Durch das Halten und (analoge) Auffrischen der Bibliothek ergeben sich fortwährend neue Schlüsse und Gewichtungen für das sogenannte ETWAS (so dass auch die NAMEN der (Sprech/Schrift-)Sprache nachgebessert oder nur fortgeschrieben werden müssen) [Unterstellt sei die Funktion eines Gedächtnisapparats, der zwingend die ETWAS wie indexieren (auch ´ordnen´) muss, analog der Revierausspähung im AUSSEN]. Aus sich heraus gehend zur Gruppe, muss die private Erkenntnis (Wirklichkeit) der ETWAS, in die Gruppe per Bild-, Gebärde- oder Laut-Sprache übertragen (vermittelt) werden; es entsteht aus dem privaten ETWAS in der Übertragung in die Gruppe die (globale) ´Spitze des Eisbergs´ dieses ETWAS; [Der Weg vom privaten ETWAS zum globalen NAMEN ist wie von ´meiner Welt´ in die ´Welt der anderen´ gehen, wobei ich nur den allgemeinen TEIL meines Eindrucks von der Welt vermitteln kann (also weniger), analog von der Gruppe nur das allgemein (anspruchslosere) Vermittelbare erhalte].
6) hier in der Sprech-Sprache wird durch die (globale) Übereinkunft NAMEN das ETWAS fixiert, aufbereitbar und (wieder)erkennbar gemacht; [Der NAMEN ist völlig belanglos, entscheidend ist die Koppelung mit dem ETWAS. So haben Untersuchungen über die Ursprungs-Sprache nichts Erhellendes gebracht. Sprache ist Gruppen-Vereinbarung, deren wesenhafter Kern die Beibehaltung einer (beliebigen) Vereinbarung ist].
7) die NAMEN und deren Handling und Rückbezüglichkeit (auf die ETWAS der Welt und auf schon bestehende NAMEN) seien hier gemeint, wenn vom Wort gesprochen wird;
8) die NAMEN schaffen aus sich fortwährend neue NAMEN (jedoch nicht zwingend bezogen auf ein ETWAS), wenn sie in der Gruppe -stellvertretend für die Welt der ETWAS- abgehandelt werden und der Einzelne sein Wissen von der Welt für die Gruppe organisieren muss (das ´Denken´ der Sprache, das wie unendlich vielfältig ist) [Die NAMEN sind fortwährend und unaufhaltsam in Vermehrung begriffen, lösen zT bereits akzeptierte Festlegungen ab (durch Verlagerung) oder gewichten Vereinbartes um, analog des Wachstums eines Baums oder verklammern durch (Sprech-Sprache)Logik]. Zusammengefasst und vertiefend heisst das für die Entwicklung und Gewinnung der Sprech-Sprache: der TEIL sei Beliebiges [Selbstverständlich nicht beliebig klein oder groß, da die Welt Ober- und Untergrenzen hat]. aus der Welt, aus dem GANZEN. Mein sogenanntes ICH, das (wie alle quasi bestimmbaren TEILE) TEIL des GANZEN (der Welt) IST, erkennt (reduziert) erlernt zuerst für mich und (aus gruppendynamischen Grund) auch für die Gruppe, TEILE der Welt als Herauslösbares, als Rohstoff für ETWAS zu verstehen und zu behandeln. Der TEIL, der durch die Sinne und der filternden Bedingung des INNEN zur Gestalt des persönlichen ETWAS übersetzt wird und mir (und, falls sie meine ´Schöpfung´ übernehmen will, auch der Gruppe) nun als gesichert Wieder-Erkennbares Anschauung, Erfahrung, Begreifung meiner Welt WERDEN kann. Dieser TEIL ist durch Verarbeitung meines INNEN zu meinem ETWAS geworden (durch das ETWAS besetzt), bereit als Rohstoff für die sofort einsetzende (hierarchische) Skalierung [Sei es das (animalisch gesehene) Verhältnis zu anderen ETWAS oder schon zur Bestimmung durch (vergleichbaren) NAMEN]. Daher erfolgt in unserem Modell immer ein Übertritt (bedingt durch unsere Art in der Welt zu SEIN) vom beliebigen TEIL [Element] der [Menge] Welt zum (persönlichen) ETWAS, mit allen seinen privaten Unwägbarkeiten. Dabei wird die lokale Stellung des ETWAS zu den anderen wie beiläufig erkannt, auch das Dortsein und die daraus abzuleitende Beziehung wird auf eine Art Handlungsstrahl vermerkt, haftet dem ETWAS sein SOSEIN erweiternd an.
[In unserem Primitivmodell halten wir uns nicht mit der Art der ETWAS auf (die als NAMEN in der Sprech-Sprache Bestimmungen haben wie Substantiv, Verb usw.), sondern halten uns naiv frei von vertiefenden Wissen um Qualität(en)]. Das (private, individuelle) ETWAS, als persönliches Gleichnis des TEILS, das nach Abgleichung der persönlichen Vorstellung vom Gruppenwissen (dh der vom Individuum unterstellte ´Zeitgeist´ der Gruppe wird in die eigene Erkenntnis filternd eingearbeitet) praktikabel und tatsächlich. (Das Selbstverständnis, sich als Individuum zu sehen und daraus sein Leben zu gestalten, war nicht zu allen Zeiten und überall vorhanden. Sich selbst als Element eines Großen, Ganzen sehen zu müssen (wollen!) und auf sich als EINZIGES verzichten?, ist auch heute in manchen Kulturen, Religionen wie erstrebenswert. Das ändert nichts an den fünfsinnigen, sensationellen Eintritt des AUSSEN in das INNEN des Einzelnen. Je nach Gruppenabhängigkeit (Integration) muss dann mehr oder weniger abgeglichen (nivelliert, minimiert) werden.) Das private ETWAS ist nun angebotsfähig für die Gruppe geworden und wird als Übersetzung, Umsetzung meines INNEN für diesen TEIL (der Welt) gewürdigt und eingeschätzt. Im Austausch (Handel) in/mit der Gruppe wird es automatisch durch beliebige Gruppen-Macht kontrollierend zugeordnet und daher als (mein vorher) Eigenes verformt, gebeugt, zum kollektivem (Sprech-Sprachen)Eigentum [Alles was AUSSEN und mir wie ausserhalb meines INNEN ist, formt, unterdrückt, belehrt mich unzweifelhaft, fördert mich auch durch zeitweiliges Zurückziehen; mein ICHSELBST entwickelt mein Wissen (von der Welt) fortwährend weiter, formt (sich und) mich dabei, ohne dass ich davon ´wissen´ kann]. Das ETWAS beNAME (besetze) ich zuerst allein, mittels meiner von der Gruppe gelernten Sprech-Sprache und/oder mit Hilfe der Gruppe mit deren geläufigen Gruppen-NAMEN.
Das wird zur aktuellen sprachlichen Übereinkunft (und Basis fürs Handling) des ETWAS im GANZEN (unserer Vorstellung von) der Welt. Wie mächtig und unabhängig das ETWAS ist, wird erst bei der Zuordnung (und Abwägung) zu (offensichtlich) vergleichbaren ETWAS erkennbar und wichtig. So wird in der Regel von OBEN (vom ersten ETWAS) nach unten in die Breite (vieler vergleichbarer, verwandter ETWAS) verästelnd beNAMT (vom allgemeinen ETWAS hierarchisch herab in die speziellen (logistischen) oder abhängigen -quasi- Familien-ETWAS) [Aus reiner Bequemlichkeit und (Kinds)Erfahrung sei OBEN das, was ursprünglich und letztlich führt; tatsächlich ist im OBEN angesiedelt die Gefährdung durch mögliche Herabkunft von Gewalt und auch die Möglichkeit der Nichtgewalt, der Gnade und (aufnehmender) Geborgenheit]. Wenn der NAME in der Sprech-Sprache als vorläufiger Schlussstein vorliegt, beginnt der unaufhaltsame Prozess der fortwährenden Bespiegelung und Bearbeitung und ohne dass wir noch das -wie im AUSSEN scheinende- Dasein der in die unabzählbaren ETWAS aufgeTEILten Welt bedürfen, wird in unserer eigenen Übereinkunft mit (unserer Vorstellung von der Welt), in unserem INNEN das bereits vorliegende NAMENS-Cluster (das schon abgeleitet (nachbesetzt) durch INNERE Anschauung wurde) fortwährend weiter geTEILT und durch Folgerung neue innere ETWAS kreiert und mit abgeleiteten (´abstrakt´ abgeschichtete) NAMEN fixiert [Die inneren ETWASSE sind uns wie Welterkenntnisse des AUSSEN, tatsächlich vergessen wir das Herkommen dieses Wissens und wähnen uns überzeugt/überzeugend im ´Brustton der Erkenntnis´]. Diese aus der ´Bibliothek´ erzeugten ETWASSE unterliegen der privaten automatischen Gewichtung und Filterung des Einzelnen und sind verpflichtend bedürftig der globalen Abstimmung (wenn sie die Relevanz zur ´Wirklichkeit´ erhalten/verstärken wollen). Sie sind nicht mehr auf globale TEILE der Welt rückführbar, sondern nur persönliche von eigener Anschauung bedingte Vermehrung der Welt (der Vorstellung). Die NAMEN dieser ETWAS können so mächtig sein, dass sie auf der Ebene des sogenannten Sprachbewusstseins eine eigene, erweiterte Welt erzeugen, die wie unabhängig von unserem AUSSEN existiert, diese eigene private Welt jedoch IST (leider?) immer in der Welt und nicht ausserhalb [Diese, privat aus Gehirnfunktionen erzeugte Welt ist physiologisch bedingt, wie alle Gehirnleistung. Darf angedeutet werden, dass auch Offenbarungen innerhalb dieser Welt sein und hier entstehen können?]. Durch die Vergrößerung der Vorstellung von der Welt (der ETWAS) wird das AUSSEN, die Welt, von uns im INNEN (wie) vermehrt und die (hier: Sprech-)Sprache löst sich (durch ihr fortwährendes WERDEN) immer mehr von der Welt des AUSSEN ab und tritt über in (wird bereit für) das Denken der Sprache und das Denken in Sprache [Das bedeutet nicht, dass alle Welt in Sprache gedacht werden kann, im Gegenteil!]. Diese WERDENDE instabile Sprache erzeugt NAMEN als Zusammenfassung bereits kreierter NAMEN (logische Klammer, Gesamtaussagen, Titel, Indexes, Zusammenbau aus vorhandenen NAMEN samt Umdeutung, etc.). Diese neuen Sprachschätze bedürfen selbst der Ordnung und Verwaltung und erzeugen einen Überbau von (Hilfs)NAMEN, die zT redundant für Rückbezug sorgen. Die NAMEN der neuen ´Wirklichkeiten´ sind Knoten in einem mit der Gruppe vereinbarten Bezugsnetz; sie sind (hoffentlich!) anspruchsvoll und stehen zT im Widerspruch zum privat erworbenen Wissen von der Welt. Der tatsächliche Zugriff auf die Welt (dh den sogenannten Tatsachen gemässer) wird immer mehr verstellt, je mehr die bisherigen NAMEN sich vom ETWAS wegentwicken.
Zusätzlich zwingt der Mangel an ORT und ZEIT zum indirekten Agieren innerhalb eines privaten Bezugsystems. So ist alles was an Wissen mit privaten Werkzeugen geschaffen werden kann, wahr oder falsch (zum privatem ETWAS), kann mehr oder weniger als die (vorgestellte) Welt sein, und ist -im Grunde- mit dem TEIL der Welt nur UNSCHARF verbunden, während die nichtprivate Welt mit beliebiger SCHÄRFE bestimmt werden kann [Das ist kein Widerspruch, sondern nur Hinweis auf die Genauigkeit von selbst geschaffenen Werkzeugen, die im selbst geschaffenen Wirkungsbereich eingesetzt werden, analog der weltweiten, wissenschaftlichen Messgenauigkeit (Erkenntnisschärfe) die jährlich erheblich ansteigt]. Was immer von der Welt (=Kosmos, hier als geordnete Welt) gesagt werden kann, wird in ihr, als TEIL zu TEIL gesagt (dh hier Mensch zu Mensch in seinem kosmischen Beziehungsgeflecht); alles Gesagte ist immerwährend INNERhalb begreifbar (auch wenn das -aus gutem Grund- nicht schlagartig bewusst sein kann).
Weil nun das Wort (=NAMEN) seit es erzeugt worden ist, als Statthalter aller Welt, in alle Welt und apellativ in die weite kommunikative Welt geduckt oder kopfschüttelnd oder herrschend hinausgewispert oder blutigrot geschrieen WIRD, ist es zum Gebrauchsgut und losgelöst vom einstigen ETWAS geworden [Obwohl das Beschwörende, Weihende, das Programmatische im NAMEN, geblieben ist!] Und so hat sich aller Text überall in der Welt, auch in gotterfüllter, weit weg bewegt vom erregenden ETWAS, hat sich hinfort und (mengenmässig weiter) entwickelt. Das Wort wurde neben der NAMhaftigkeit zum Transporteur der Beziehungen der NAMEN zueinander, wurde wägend und betrachtend und wie philosophisch. Und darum der vereinfachende Hinweis auf das Sprech-Sprachengefüge, in dessen Körper auch das Heiligste des Denkens an den EINEN Gott verborgen ist und seine Heimstatt hat!
09-1996//05-2006//05-2007//08-2008//